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Dynamo Dresden - HSV 4:1

am 01.12.2007, Rudolf Harbig Stadion, Deutschland, Regionalliga Nord, 7.400 Zuschauer

Letztes Spiel vor der Winterpause für die SG Dynamo Dresden in der Regionalliga Nord. Und nicht nur das. Es war auch das letzte Spiel der berühmten „Giraffen“-Flutlichtstrahler des altehrwürdigen Rudolf Harbig Stadions an der Dresdner Leneèstrasse. Der Umbau des doch schon sehr in die Jahre gekommenen Grounds ist bereits zwei Spieltage davor (nach jahrelanger Planungsphase) jetzt voll angelaufen. Die Gegengerade war für dieses und auch das Heimspiel davor schon gesperrt und teilweise abgerissen. Vor dem Stadion prangt bereits eine riesige Bautafel mit dem Konterfei des „Ersatzbauwerkes“ Harbig Stadion Neu. Dies alles war bereits im Dresdner Morgengrauen kurz nach der Ankunft mit dem Schlafwagenzug aus Wien zu erkennen. Da jetzt bis zum Anpfiff noch einige Stunden Zeit waren, ließ man mal die Stadt Dresden und deren bewegte Geschichte auf sich wirken. Und man wurde nicht enttäuscht auf der gut dreistündigen Tour de Kultur. Im Gegensatz zu einigen anderen deutschen Städten war hier einem nicht gleich nach 3-mal ums Eck fad. Auch das Dresdner Fussballmuseum in Innenstadtlage wurde zufällig ausgemacht. Leider war es zu diesem Zeitpunkt noch geschlossen, und war auch heute kein Zeitfenster mehr über für einen Besuch dessen. Aber aufschoben ist aber nicht aufgehoben heißt es ja. Gut, nachdem das Sightseeing abgeschlossen war, gab man sich noch auf Inspektionstour zu zwei anderen Dresdner Sportstätten. Zuerst besuchte ich das Sportforum Jägerpark des FV Dresden Nord (derzeit Tabellenführer der Oberliga NOFV Süd). Eine nette Naturanlage ohne große Ausbauten. Je ein kleiner Heim- und Gästebereich waren neben dem Klub- und Verwaltungstrakt auszumachen. Der Rest war grüne Natur. Am Nebenplatz war zudem gerade ein Jugendspiel im Gange, dem man dann noch beiwohnte, bevor man sich weiter aufmachte Richtung Heinz Steyrer Stadion. Dieses ist die Heimstätte des Dresdner SC. Auch ein mächtiger oldstyle „Ost“ground im typischen Schüsselstil. Mit unendlichen Kurvenstehplätzen und alten Holztribünen. Nebenan waren noch ein großes Trainingszentrum mit dem klingenden Namen Ostrasportgehege und andere Sporteinrichtungen auch fussballfremder Natur. Auch hier waren gerade die Nachwuchskicker am Werken und auch hier harrte man noch einige Zeit aus, mit dem Vorsatz zu einem späteren Zeitpunkt mal wieder zu kommen nach DD um auch diesen Grounds mal die Ehre zu erweisen. Danach war es aber dann endlich Zeit zum eigentlichen Spiel des Tages aufzubrechen. Eine Stunde vor Beginn erreichte ich schlussendlich das Harbig Stadion. Die hinterlegte Karte war schnell abgeholt und schon ging’s rein in die alte Schüssel. Der Platz auf der Haupttribüne und in den Kurven wurde rarer je näher der Anpfiff rückte. Das andere „halbe“ Stadion war ja schon gesperrt. Auch die Giraffenstrahler thronten ein letztes Mal über dem Spielfeld. Bereits montags darauf werden diese abgetragen. Auf der Gegentribüne standen bereits zwei Bagger die einige Teile der ehemaligen Sitzplatztribünen abgebrochen hatten. Einzig die Hauptkamera und deren Techniker beehrten diese Tribüne noch. Dann gab’s noch schnell die Mannschaftsaufstellungen und schon ging’s los. Die proppenvollen Kurven sorgten für eine sehr gute Stimmung. Sehr emotionell und neben gutem Dauersupport gab’s auch sehr spielbezogene Emotionsausbrüche. Gästefans waren keine (zumindest kenntlich) vor Ort. Die Zweite des HSV war also in diesem Schwarz-Gelben Kessel auf sich allein gestellt. Und das ging auch nur eine gute halbe Stunde gut. Zwar scorten die Jungamas nach 3 Minuten die Führung, konnten diese aber nicht sehr lange halten. Dresden erzeugte viel Druck und wollte einfach diese drei Punkte. Auch unser guter „altbekannter“ Marek Penksa trug sein Schärflein im offensiven Mittelfeld dazu bei, dass noch vor der Pause per Elfmeter der Ausgleich besorgt werden konnte. Die Kurve dankte es mit diversen Schalparaden, Hüpfeinlagen und auch Wechselgesängen mit der gegenüberliegenden Kurve. Einzig Doppelhalter gab es so gut wie keine. Sind also nicht wirklich angesagt in Dynamos Kurve. Zweite Halbzeit dann wieder ein ähnliches Bild. Die Jung-Hsv`ler begannen besser als sie aufhörten. Je länger das Spiel dauerte umso drückender wurde Dynamo. Gegen Ende des Spiels als die Blauen auch schon einige Zeit zu zehnt spielten, hatten sie dann Dynamos Druck nichts mehr entgegenzusetzen. Dresden schoss gegen Ende noch drei Treffer und fertigte die Gäste somit mit 4:1 ab und schoss sie an die Elbe zurück. Damit hieß es nach dem Schlusspfiff für mich die Beine in die Hand nehmen und zurück Richtung Bahnhof sprinten. Ging der Zug zurück nach Wien doch schon knapp 20 Minuten nach Ende des Spieles. Gehetzt, aber doch ging sich das dann doch aus und man konnte gute 7 Stunden zurück bis Wien wieder Kräfte sammeln. Der Ausflug nach Dresden zum Spiel, bevor hier kein Stein mehr auf dem anderen gelassen wird, hat sich jedenfalls gelohnt. Und Ende 2009 (im Oktober) soll das neue Stadion in Dresden dann auch eröffnet werden. Hoffen wir, das die stimmungsvolle Fankultur nicht darunter leidet, sondern das Stadion noch mehr Ansporn ist. Am besten noch dazu in einer höheren Klasse als der dritten Liga. Das Fanpotential dort wäre jedenfalls ein würdiges. Man sieht sich also zu einem späteren Zeitpunkt wieder in Dresden.

und ein Programm gabs auch noch dazu :

 

 

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